Lamellenschleifscheiben FAPI-CORE

Lamellenschleifscheibe FAPI-CORE mit geraden Lamellen ist für die Bearbeitung von Oberflächen geeignet. Die fächerförmig radial angeordneten Lamellen passen sich der Kontur des Werkstücks bestens an. Die Lamellenschleifscheiben FAPI-CORE werden mit einem Kunststoffkern hergestellt. Beim Einsatz des Werkzeuges muss nicht, wie bei der Lamellenschleifscheibe FAPI-RING, mit einem passenden Spanndeckel-Paar gearbeitet werden, sondern kann direkt auf der Maschine installiert werden.

Abmessungen

Aussendurchmesser
d1
[ in mm ]
Kerndurchmesser
d2
[ in mm ]
Bohrung
d3
[ in mm ]
Innenkerndurchmesser
d4
[ in mm ]
Breite B

[ in mm ]
100 bis 14050max. 25Vollkernmax. 100
150 bis 17572max. 45Vollkernmax. 100
150 bis 17572max. 3547max. 100
180 bis 20093max. 5568max. 100
2501145577max. 100
30014611097max. 100
350188110147max. 100
400214120168max. 100
450314120268max. 100
460314120268max. 100

Abmessungen

(Tabelle anklicken zum Vergrößern)

Aufbau

Hochwertige Schleifgewebelamellen mit einer Unterlage aus schwerem Baumwollgewebe sind in dichter Folge radial um einen Kunststoff- oder Aluminiumkern angeordnet. Die dichte Anordnung der Schleiflamellen sorgt für Höchstleistung im Bearbeitungsprozess. Durch den optimalen Aufbau der Lamellenschleifscheiben ist eine maximale Lebensdauer sowie die Flexibilität des Werkzeugs garantiert.

Dabei sind der Körperdurchmesser, die Besatzlänge (Lamellen) und die Paketierung die entscheidenden Einflussgrößen für den Prozess.

Körperdurchmesser und Besatzlänge

  • Harte Lamellenschleifscheibe
    Ein großer Körperdurchmesser bei vielen kurzen Lamellen führt zu einer hohen Zerspanungsleistung und damit zu einem hohen Materialabtrag.
  • Weiche Lamellenschleifscheibe
    Ein kleiner Körperdurchmesser bei wenigen langen Lamellen führt zu einem gleichmäßigen Schliffbild. Ideal sind weiche Lamellenschleifscheiben auch für das Oberflächenfinish.

Anwendungen

Lamellenschleifscheiben finden heute in vielen Bereichen der Oberflächenbearbeitung ihre Anwendung. Sowohl in der metall-, als auch in der holzverarbeitenden Industrie wird mit Lamellenschleifscheiben geschliffen.

Haupteinsatz finden Lamellenschleifscheiben bei feinen Oberflächenschleifarbeiten, konkaven und konvexen Oberflächen, Kantenbearbeitung, Profilen, Innen- und Außenschliffen von Behältern und Apparaten.

  • Werkstoffe: Stahl, Edelstahl, Aluminium, Holz und Kunststoffe.
  • Maschinen: Handschleifmaschinen, stationäre Schleifmaschinen, Schleifautomaten, Schleifböcke und Schleifkarusselle, biegsame Wellen.

PICARD-TIPP:
Für die Bearbeitung von Werkstücken mit Lamellenschleifscheiben muss der Anpressdruck so niedrig wie möglich gewählt werden. Um bis zur Abnutzung ein gleich bleibendes Schliffbild zu erhalten, sollte wenn möglich, gegenläufig geschliffen werden. Eine Verfeinerung der Oberfläche wird durch Zusatz von Schleiföl/-fett erzielt.

Hinweise für die Praxis

  • Die Lamellenschleifscheibe lässt sich sehr leicht profilieren und passt sich, auch während des Verbrauchs, dem Werkstück kontinuierlich an. Profilieren Sie die Lamellenschleifscheibe „rückwärts“, d.h. gegen ihre Laufrichtung. Dadurch profilieren Sie die Gewebeseite und nicht die Kornseite und haben in sekundenschnelle das gewünschte Profil in der Lamellenschleifscheibe.
  • Körnung der Lamellenschleifscheibe gegenüber der Körnung vom Schleifband ca. ein bis zwei Stufen gröber wählen.
  • Grobes Korn auf einer Lamellenschleifscheibe wirkt bei hoher Drehzahl feiner – Feines Korn wirkt bei niedriger Drehzahl gröber.
  • Anpressdruck gefühlsmäßig, aber nicht zu stark wählen, evtl. gröberes Korn einsetzen.